Kratzer auf der X-Achse nach nur drei Wochen  

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karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

Ich habe jetzt 3 Gehäuse Varianten für den MK3 und den Mini hinzugefügt (14.10, 14.20 und 14.30mm). Beim Mini muss beachtet werden, dass die Loslager mit Ausnehmung verwendet werden. Gewindeeinsätze habe ich so belassen, da sich diese gut bewährt haben. Natürlich kann das jeder gestalten wie er möchte und alternativ 4/6-Kantmuttern verwenden. Es müssen dann gegebenenfalls die CAD Daten angepasst werden. Die Gehäuse sind für Standarddrucker ausgelegt (keine abweichende Konstruktionen wie z.B. die Bear Variante oder sonstige Selbstkonstruktionen), können aber gegebenenfalls nach Überprüfung auch verwendet werden.

Schöne Grüße,

Karl

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 09/03/2021 4:48 pm
Tito
 Tito
(@tito)
Active Member

@karl-herbert

Umbau ist zwar schon eine Weile her, möchte aber noch eine Rückmeldung geben. Bin mehr als zufrieden und Danke noch mal für den Tipp!

Posted : 29/03/2021 7:03 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

@tito

Freut mich!

@atari2001 hat eben dazu auch etwas veröffentlicht: https://forum.prusaprinters.org/forum/original-prusa-i3-mk3-wie-drucke-ich-das-hilfe-zum-drucken/mashaltig-drucken-im-1-10mm-bereich-wie-geht-das/paged/38/#post-406351

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 29/03/2021 7:23 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

So, die Sinterlager 8x14x20 habe ich jetzt auch LMU8 kompatibel gemacht und werde diese gegen die derzeit laufenden Messing/Graphit Lager (8x15x24) austauschen (2 Fest- ein Loslager). Hier einige Bilder dazu:

 

Konizität für Loslager:

 

Hier eine kürzere Variante ohne Endkappen:

 

Das Rohmaterial (Messingrohr gezogen, nahtlos) habe ich hier geordert: https://www.amazon.de/gp/product/B07QJ11T62/ref=ppx_yo_dt_b_asin_image_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

This post was modified 1 month ago by karl-herbert
Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 04/04/2021 9:11 pm
Lena
 Lena
(@lena)
Active Member

Hallo allerseits!

Nach ca 100 Std Druckzeit hat es meine oberen X-Lager auch erwischt.

Tiefe Riefen verteilt über die ganze Breite und auf allen Bahnen und der ohnehin schon recht hohe Geräuschpegel ging gegen penetrant.

Auch ich habe mich auf die Aussage in der Anleitung verlassen und die Lager, getreu dem Motto "die werden es schon besser wissen", so eingebaut, wie sie aus der Tüte kamen.

Glücklicherweise war der Supportchat sehr hilfsbereit und sagte mir, nachdem ich einige Bilder der beschädigten Welle geschickt hatte, die Zusendung einer Ersatzwelle und Lager zu.
Wenige Tage später trafen dann sogar beide X-Wellen und alle drei Lager ein.

Hierfür ganz herzlichen Dank!

In einer umfangreichen Bastelaktion habe ich also alle Lager ausgebaut, in Waschbenzin gereinigt, sorgfältig mit dünnem Lithiumseifenfett befüllt, Wellen gereinigt und geprüft (glücklicherweise alle noch unbeschädigt) und alles sorgsam wieder zusammen gebaut.

Was soll ich sagen - ich habe einen ganz neuen Drucker!

Auf seinem Unterbau aus drei Ebenen 21mm Siebdruckplatten und 70x70mm Beinen und einem Lack-Tisch Oberbau hört man wirklich so gut wie nichts mehr.

Mir ist nur absolut unverständlich, wie Prusa in seiner Anleitung von gebrauchsfertig geschmierten Lagern reden kann?
Hey, die verwenden die Teile doch selbst massenhaft und lassen ihre Kunden so in's offene Messer laufen?

Liebe Leute - bitte ergänzt Eure ansonsten phantastische Anleitung um einen Punkt zur Reinigung und Erstbefüllung der Lager!

Ich werde jetzt sicherlich noch mehr Freude an meinen Drucker haben als zuvor und die nächtliche Ruhe bleibt auch ungestört 😀 

Nochmals herzlichen Dank an Sarah vom Support für die unbürokratische und schnelle Hilfe!

Gruß Lena

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Posted : 18/04/2021 11:26 pm
Kai
 Kai
(@kai-2)
Noble Member

@lena

Zum Thema Schmierung der Lager schreiben sie ja explizit etwas in der Anleitung.....

Tragischerweise aber das die Lager vorgeschmiert sind und das beiliegende Fett "nur" für die Wartungen ist.
Das sollten sie tatsächlich ändern. Es muss ja keiner zwingend erst die Lager von jeglichem Schmiermittelrückstand befreien um sie dann zu fetten, aber ein wenig zusätzliche Schmierung vor dem Einbau sollte schon sein.

Posted : 19/04/2021 8:01 am
JoeD
 JoeD
(@joed)
Active Member

@lena

Hallo Lena.

Hättest du mal ein Foto von deinem 'gebasteltem' Tisch?

Gruß JoeD...
Posted : 19/04/2021 11:10 am
Lena
 Lena
(@lena)
Active Member

@joed

na klar

Auf dem Unterbau könnte ein Elefant Samba tanzen - wenn er's kann 😀 

Gruß Lena

This post was modified 3 weeks ago by Lena
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Posted : 19/04/2021 11:59 am
Lena
 Lena
(@lena)
Active Member

@kai-2

Ich würde die Lager auf jeden Fall vor der Fettung gründlich reinigen.

1. vermeidest Du so Unverträglichkeiten zwischen dem (unbekannten) Konservierungsöl und dem verwendeten Fett

2. spülst und bläst Du dabei eventuelle Fertigungsrückstände und anderen Schmutz aus den Lagern.

Nach dem Auswaschen hat sich eine Druckluftdose sehr gut bewährt um Benzinreste aus den Lagern zu blasen.

Gezielt mit dem Röhrchen angewendet bringt man die Kugel gut in Umlauf und bekommt so schnell auch die letzten Reste aus den Bahnen.

Zum Befüllen der Bahnen habe ich die Kugeln bei großzügiger Fettgabe mehrfach vorsichtig mit einem Zahnstocher durch die Bahnen geschoben. Beim Aufschieben auf die Welle wird das überschüssige Fett ja wieder abgestreift.

Gruß Lena

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Posted : 19/04/2021 12:32 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

@all

Wenn Prusa die Drucker mit gereinigten und vorgefetteten Lagern aus dem Haus leifern, bzw. mit einem Satz in der Anleitung auf eine geeignete Schmierung hinweisen würde, hätten eine Menge Leute diesbzgl. weniger Probleme. Stahl auf Stahl benötigt eine gute und geeignete Schmierung mit der Primäranforderung maximale Kraftübertragung bei minimaler Reibung und minimalem Verschleiß zu gewährleisten. Wichtig können auch Sekundäreigenschaften wie z.B. Wasserbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Kunststoffverträglichkeit oder Korrosionsschutz usw. sein.

Die Misumi Linear Wälzlager und deren Klone sind stirnseitig abgedichtet, weshalb das Fetten der Wellenführungen als Primärschmierung nicht geeignet ist. Das Nachschmieren von Linear-Kugellagern ohne Dichtungen und Nachschmierbohrungen kann über die Welle erfolgen. Die abgedichteten Lager werden idealerweise ausgebaut, gereinigt und neu gefettet. Ein pauschaler Wartungsintervall kann nicht genau festgelegt werden, da der Verschleiß von vielen Faktoren abhängig ist. Spätestens wenn sich die Lager etwas rauher anhören würde ich eine Kontrolle mit Wartung oder gegebenenfalls Ersatz durchführen. Ich würde mal sagen ein gut geeschmiertes, unter idealen Umweltbedingungen leicht laufendes LMU Lager sollte ca. 250km (1 Million Hübe über die gesamte Achslänge) problemlos bewältigen. 
Zur Schmierung am 3D-Drucker (geringere Lasten und mittlere Geschwindigkeiten 200-300mm/s) genügt ein Fett der NLGI-Klasse 1 oder 2 (Lithium Seife), wobei jeder auf seine eigene Marke vertrauen darf (sollte).

Die LMU-Standardlager sind mit einem Rostschutzöl benetzt, das eine Schmierung jedoch nicht ersetzt.

Rostschutzöl ist zur zuverlässigen Dauerschmierung von Linear Wälzlagern NICHT geeignet!

Schöne Grüße,

Karl

 

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 19/04/2021 2:03 pm
JoeD
 JoeD
(@joed)
Active Member

@lena

Danke, Lena. Ich baue auch immer so stabil 😎 . Ich hätte noch gerne die Maße der Platten, dann erspare ich mir bei einer evtl. Planung die ganze Denke, wie groß das Drucker-Fach sein muss.

 

Gruß JoeD...
Posted : 19/04/2021 5:16 pm
Lena
 Lena
(@lena)
Active Member

@joed

Hey Joe, die Platten ergeben sich eigentlich aus dem Lack-Tisch und haben 550 x 550 mm Grundfläche.
Die Ausschnitte ergeben sich aus den verwendeten Beinen und sind bei mir 70 x 70 mm.
Ich habe mich für 21mm starke Platten entschieden, um mögliche Resonanzen so weit als möglich zu minimieren.
Verschraubt wurde das ganze mit 8 Flachwinkeln 60 x 50 mm je Ebene - 4 x 40mm Spax in die Beine und gesenkte Durchgangangsbohrung und M4 x 30.
4 Nivelierfüße und eine Sprühdose matt schwarz kompletieren dann den Unterbau.

Ich habe Dir mal eine Skizze im FreeCad-Format angefügt - ich hoffe Du kannst damit etwas anfangen.

Ich hätte gern, aber durfte nicht 😕 

Viel Spaß und Erfolg

Lena

This post was modified 3 weeks ago by Lena
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Posted : 19/04/2021 7:05 pm
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