Filament steckt fest - wie rauskriegen?  

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Jay
 jjay
(@jjay)
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Hallo,
als neuer Eigentümer eines i3 MK3S (Kit) renne ich noch vor dem ersten Druck in Probleme: es kommt keine Wurst aus der Düse und das Filament kommt auch nicht mehr heraus aus der Extruder-Einheit.

Der Aufbau verlief ohne Probs ab, die XYZ-Kalibrierung danach erfolgreich. Der Einzug von Filament (PETG) scheiterte dann allerdings auf dem Weg zur Kalibrierung des Auftrags der ersten Schicht.

Das Getriebe im Extruder hatte zu Beginn geknarzt, bis ich den Anpressdruck der Federschraube etwas gelöst habe. Jetzt klingt das besser, allerdings drehen die beiden Rädchen am Filament ja leider durch, sie haben das wohl zu schmal geschmirgelt.

Der Extrudermotor läuft einwandfrei, wenn ich die Klappe aufmache und das Filament vom Anpressdruck entlaste. Den Motor kann man ja schön manuell drehen lassen über das Menü, wenn man vorher das Hotend heißgemacht hat.

 

Käme ich in der Sache voran, wenn ich die Messingdüse rausschraube und dann nochmal das Filament nach unten zu drücken versuche?

Kann man die Düse einfach mit einem 7er Maulschlüssel/Ringschlüssel rausschrauben? Oder gibt es da eine Falle? Wenn man die wieder reindreht, gibt es da ein spez. Drehmoment, das zu beachten ist?

Wenn es hier ein Howto für meinen Fall gäbe, wäre es toll, wenn mich da jemand hinschubsen könnte. Meine Suche war bislang erfolglos.

Posted : 25/06/2020 2:48 pm
Jay
 jjay
(@jjay)
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Der Drucker hat die neueste Firmware drin: 3.9.0-2321

Die Lichtschrankenplatine ist eine rote und sie funktioniert.

Die Antriebsrädchen für das Filament sind (nach meinen Augen) perfekt senkrecht über dem Teflonröhrchen ausgerichtet. Die Madenschraube ist ordentlich fest.

Posted : 25/06/2020 3:02 pm
holger.s3
(@holger-s3)
Honorable Member

@jjay

Hallo jjay,

willkommen im Prusa-User-Forum!

Zu dem Problem was Du beschreibst:

Das Getriebe im Extruder hatte zu Beginn geknarzt, bis ich den Anpressdruck der Federschraube etwas gelöst habe. Jetzt klingt das besser, allerdings drehen die beiden Rädchen am Filament ja leider durch, sie haben das wohl zu schmal geschmirgelt.

Dieses Geräusch entsteht wenn sich das Filament nicht frei in das Hotend schieben lässt, es vermutlich im PTFE oder Heatbreak eingeklemmt wird. Evtl. befindet sich an der Filamentspitze eine Verdickung? Das erklärt auch, dass die Antriebsräder am Filament durchdrehen nachdem du die Feder gelockert hast. Das Geräusch verändert sich dadurch natürlich auch. Um das zu vermeiden, schneide die Flamentspitze vor dem Einführen in den Extruder mit einem Seitenschneider schräge an.

Kann man die Düse einfach mit einem 7er Maulschlüssel/Ringschlüssel rausschrauben? Oder gibt es da eine Falle? Wenn man die wieder reindreht, gibt es da ein spez. Drehmoment, das zu beachten ist?

Ja, die Düse wird im aufgeheizten Zustand angezogen, um sie herauszuschrauben ist vorher das Hotend auf ca. 280°C aufzuheizen. Zum Wechsel der Düse gibt hier im Forum, auf den Prusa-Seiten und im Netz einige Anleitungen. Wenn Du zu grob vorgehst, kann das Gewinde der Düse abreißen und im Heizblock stecken bleiben.

Viel Erfolg.

Holger 🙂 

 

 

 

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Posted : 25/06/2020 3:34 pm
Soma1975
(@soma1975)
New Member

@jjay

Hallo jjay,

ich würde versuche das Filament manuell zu fördern.

Baue dazu die Idler-door aus (Federschraube und Befestigungsschraube).

Öffne nun den Schnellverschluss vom Bowden-Schlauch, so dass du an das Filament kommst.

Heize dein Hotend auf die passende Temperatur für dein Filament (PLA 210°C).

Versuche nun manuell Filament durch die Druckdüse zu Fördern.

Nun kannst du gleich noch einen "cold pull" machen....

Stelle die Extrudertemperatur auf 90°C (bei PLA) und schiebe während sich das Hotend abkühlt noch Filament nach bis es nur noch mit viel Druck gefördert wird. Warte nun bis die 90°C erreicht wurden und ziehe das Filament ruckartig aus dem Extruder.

Idealerweise sollte die Filamentspitze einen schönen Kegel haben.

Falls Reste vom "grinden" in dem Extruder-Zahnrad hängen solltest du diese entfernen (Weiche Messingbürste oder Zahnstocher).

Baue nun wieder alles zusammen and try again.....

Good Luck!

Posted : 25/06/2020 5:52 pm
Jay
 jjay
(@jjay)
Active Member
Posted by: @holger-s3

@jjay

Hallo jjay,

willkommen im Prusa-User-Forum!

Zu dem Problem was Du beschreibst:

Das Getriebe im Extruder hatte zu Beginn geknarzt, bis ich den Anpressdruck der Federschraube etwas gelöst habe. Jetzt klingt das besser, allerdings drehen die beiden Rädchen am Filament ja leider durch, sie haben das wohl zu schmal geschmirgelt.

Dieses Geräusch entsteht wenn sich das Filament nicht frei in das Hotend schieben lässt, es vermutlich im PTFE oder Heatbreak eingeklemmt wird. Evtl. befindet sich an der Filamentspitze eine Verdickung? Das erklärt auch, dass die Antriebsräder am Filament durchdrehen nachdem du die Feder gelockert hast. Das Geräusch verändert sich dadurch natürlich auch. Um das zu vermeiden, schneide die Flamentspitze vor dem Einführen in den Extruder mit einem Seitenschneider schräge an.

Kann man die Düse einfach mit einem 7er Maulschlüssel/Ringschlüssel rausschrauben? Oder gibt es da eine Falle? Wenn man die wieder reindreht, gibt es da ein spez. Drehmoment, das zu beachten ist?

Ja, die Düse wird im aufgeheizten Zustand angezogen, um sie herauszuschrauben ist vorher das Hotend auf ca. 280°C aufzuheizen. Zum Wechsel der Düse gibt hier im Forum, auf den Prusa-Seiten und im Netz einige Anleitungen. Wenn Du zu grob vorgehst, kann das Gewinde der Düse abreißen und im Heizblock stecken bleiben.

Viel Erfolg.

Holger 🙂 

 

 

 

Hallo Holger,

danke für das freundliche Willkommen 🙂

Mittlerweile bin ich etwas weiter, nachdem ich einen ganzen Tag herumgerätselt hatte, wie ich diese Verklemmung auflösen würde können, ohne entweder die ganze Extrudereinheit wieder zerlegen zu müssen oder, bei Gewalt, was zu beschädigen. Auch habe ich mir 7er-Schlüssel besorgt für die Düse.

Das Stück verklemmtes PETG ist wieder draußen. Es war kein bisschen angeschmolzen, hatte einen ca. 45°-Schrägschnitt vom Seitenschneider an der Spitze und nach genau 48 mm steckte es komplett fest in dem Kanal mit dem Teflonröhrchen. Mir ist noch nicht ganz klar, bis wohin die PETG-Spitze ragte, aber in der ganz heißen Gegend war das nicht, die Düse war völlig sauber, das sollte ja der erste Kalibrierdruck werden.

Besten Dank auch für den Tip mit den 280°. Das habe ich genauso gemacht und das klappte prima. Das hätte ich naiverweise bei kaltem Metall gemacht, logo. Wer will sich schon unnötig die Flossen verbrennen?

Ich habe das PETG-Stück nun mit einer dicken Zange gepackt und damit ganz langsam nach oben gehebelt. Abgestützt auf dem E-Motor mit einem dicken Maulschlüssel. Die Befürchtung, dass das Telflonröhrchen dabei kaputtgehen würde, trat nicht ein. Aber es rutschte hoch bis zum Zahnrad mit der Madenschraube.

Jetzt habe ich eine Stunde lang PLA gedruckt und alles am Extruder ist 1A.

Posted : 25/06/2020 10:38 pm
Jay
 jjay
(@jjay)
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Posted by: @soma1975

@jjay

Hallo jjay,

ich würde versuche das Filament manuell zu fördern.

Baue dazu die Idler-door aus (Federschraube und Befestigungsschraube).

Öffne nun den Schnellverschluss vom Bowden-Schlauch, so dass du an das Filament kommst.

Heize dein Hotend auf die passende Temperatur für dein Filament (PLA 210°C).

Versuche nun manuell Filament durch die Druckdüse zu Fördern.

Nun kannst du gleich noch einen "cold pull" machen....

Stelle die Extrudertemperatur auf 90°C (bei PLA) und schiebe während sich das Hotend abkühlt noch Filament nach bis es nur noch mit viel Druck gefördert wird. Warte nun bis die 90°C erreicht wurden und ziehe das Filament ruckartig aus dem Extruder.

Idealerweise sollte die Filamentspitze einen schönen Kegel haben.

Falls Reste vom "grinden" in dem Extruder-Zahnrad hängen solltest du diese entfernen (Weiche Messingbürste oder Zahnstocher).

Baue nun wieder alles zusammen and try again.....

Good Luck!

Hi soma,

danke für die Idee mit dem Cold Pull. Das klingt nach "verklebtem Aufräumen" im Kanal 🙂  Das mache ich dann mal, wenn der Drucker wirklich Rückstände da haben wird. Noch ist er ja quasi neu und sauber.

Ich scheue mich übrigens stark, an dem Filament ruckartig zu ziehen, wie Du es schreibst. Selbst wenn ich dieExtrudereinheit mit der anderen Hand festzuhalten versuche, denke ich dennoch, dass die X-Stangen dabei ordentlich Biegekräfte in Querrichtung aufnehmen müssten. Das könnte zu Verbiegungen führen, was ich nicht möchte. Die sollen alle 6 schön gerade bleiben.

Posted : 25/06/2020 10:48 pm
holger.s3
(@holger-s3)
Honorable Member

@jjay

Hallo jjay,

da warst Du aber fleißig 😊 und Glückwunsch, dass du das Filament ziehen konntest ohne den Extruder zu zerlegen, sehr gut. Ich frage mich nur, wieso das PETG mit guter Spitze so krass im PTFE-Inliner hängen bleiben konnte und PLA problemlos funktioniert. Was ist denn da passiert? Kannst du bei dem PETG Filament den Durchmesser messen (Schieblehre) oder das PETG manuell ins Hotend schieben? Bei 230°C wäre es auch möglich durch die Nozzle manuell zu extrudieren.

Wäre interessant zu lesen, welche Ursache Du finden konntest.

Grüße, Holger 🙂 

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Posted : 26/06/2020 12:31 am
Jay
 jjay
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Posted by: @holger-s3

@jjay

Hallo jjay,

da warst Du aber fleißig 😊 und Glückwunsch, dass du das Filament ziehen konntest ohne den Extruder zu zerlegen, sehr gut. Ich frage mich nur, wieso das PETG mit guter Spitze so krass im PTFE-Inliner hängen bleiben konnte und PLA problemlos funktioniert. Was ist denn da passiert? Kannst du bei dem PETG Filament den Durchmesser messen (Schieblehre) oder das PETG manuell ins Hotend schieben? Bei 230°C wäre es auch möglich durch die Nozzle manuell zu extrudieren.

Wäre interessant zu lesen, welche Ursache Du finden konntest.

Grüße, Holger 🙂 

Hallo Holger,

das Stück PETG-Filament, das im Telflonröhrchen feststeckte, ist in der Tat dicker: 1,9 mm. Das kann aber daran liegen, dass es Einkerbungen/Bissspuren hat von den beiden Stahlrädchen. 

Manuelle Schieberei ist mir bei dem Prusa noch nicht gelungen, das ist mir auch schon aufgefallen. Das ging bei den Vorgängern des Prusa in der Regel ganz gut. Natürlich hatte ich dazu beim Prusa das Fördergetriebe aufgeklappt, sonst wäre das Filament ja fest eingeklemmt.

Vorhin hatte ich wieder einen Fehldruck, bei dem kein Vorwärtsfördern von Filament (das gleiche PETG) mehr stattfand. Das Fördergetriebe hatte sich wieder eingegraben in den Strang. Sollte der MK3S das nicht erkennen?

Zudem hatte der Drucker, als er noch Materialvorschub hatte, einen "Crash" erkannt. Es war absolut kein Grund erkennbar. Das Schöne ist aber, dass der Drucker ja gleich weitermacht, nachdem er einmal über die Home-Position gefahren ist. Was kann denn hierfür der Grund sein? Welcher Sensor meldet denn Crashes?

Posted : 26/06/2020 8:30 am
holger.s3
(@holger-s3)
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@jjay

Hallo jjay,

Prusa verbaut schon seit einiger Zeit Teflonröhrchen (PTFE-Schauch 4/1.85) im Hotend mit 1.85mm Innendurchmesser. Dieses Maß ist recht "sportlich" bei einem Filament von 1.75mm +/- 0.05mm. Wie bei Dir, haben auch viele andere User damit ein Problem, wie die häufigen, wiederkehrenden Posts hier im Forum zeigen. Als workaround tauscht man das ori. PTFE 4/1.85 gegen ein 4/2.0 PTFE aus. Oberhalb der Stahlrädchen (Bondtech Gears 1.75/5.0) ist ein PTFE 4/2.5 der Problemlöser. Etwas weniger Federspannung an den Zahnrädern kann auch schon helfen, die Markierungen von den Zähnen zu reduzieren, solange das Filament noch sicher transportiert wird, sonst entsteht eine Unter-Extrusion (zu wenig Filament) im Druck.

Der "Crash" wird von den Motor Treiber Chips auf dem Einsy-Board anhand der Motor Ströme und Spannungen während des Druckens erkannt. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich, häufig: schwergängige, verklemmte, defekte Linearlager (LMU8) oder fehlende Schmierung, zu hoch eingestellte Riemenspannung belasten die Motoren, Kollision mit dem Bauteil durch warping oder Filament-blobs beim Drucken. Man kann sich dazu den Gurt-Status im Drucker anzeigen lassen, Menu Support->Gurtstatus. Je nach verwendeter Firmware werden dort Zahlen für die x- und y-Achse angezeigt. Bis Firmware 3.8.1 liegen diese Werte typisch bei ca. 270. Bei stärken negativen Abweichungen sollte man einen genaueren Blick auf die Mechanik werfen. Kleinere Werte = mehr Kraft für die Motoren erforderlich. Die Werte vom Gurtstatus werden erst beim Ausführen vom Selbsttest/Belttest aktualisiert.

Viel Erfolg weiterhin.

Grüße, Holger 🙂 

 

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Posted : 26/06/2020 6:52 pm
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holger.s3
(@holger-s3)
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@jjay

nochmal kurz zu deiner Frage:

Vorhin hatte ich wieder einen Fehldruck, bei dem kein Vorwärtsfördern von Filament (das gleiche PETG) mehr stattfand. Das Fördergetriebe hatte sich wieder eingegraben in den Strang. Sollte der MK3S das nicht erkennen?

Der MK3S mit dem IR-Sensor kann leider keine Filamentbewegungen mehr erkennen, nur Anwesenheit. Der Vorgänger, MK3 konnte es mit Einschränkungen, da er über einen Laser-Sensor (Mouse-Sensor) zur Erkennung des Filaments verfügte und damit auch die Bewegung erfasste. Der Laser-Sensor bekam jedoch mit einigen Filamenten, je nach Farbe und Transparenz, Schwierigkeiten bei der Erkennung, deshalb wurde zum IR-Sensor im MK3S gewechselt, auch zur besseren Verwendung mit der MMU2S.

Holger 🙂 

 

This post was modified 1 month ago 2 times by holger.s3
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Posted : 26/06/2020 8:20 pm
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Posted by: @holger-s3

@jjay

Hallo jjay,

Prusa verbaut schon seit einiger Zeit Teflonröhrchen (PTFE-Schauch 4/1.85) im Hotend mit 1.85mm Innendurchmesser. Dieses Maß ist recht "sportlich" bei einem Filament von 1.75mm +/- 0.05mm. Wie bei Dir, haben auch viele andere User damit ein Problem, wie die häufigen, wiederkehrenden Posts hier im Forum zeigen. Als workaround tauscht man das ori. PTFE 4/1.85 gegen ein 4/2.0 PTFE aus. Oberhalb der Stahlrädchen (Bondtech Gears 1.75/5.0) ist ein PTFE 4/2.5 der Problemlöser. Etwas weniger Federspannung an den Zahnrädern kann auch schon helfen, die Markierungen von den Zähnen zu reduzieren, solange das Filament noch sicher transportiert wird, sonst entsteht eine Unter-Extrusion (zu wenig Filament) im Druck.

Der "Crash" wird von den Motor Treiber Chips auf dem Einsy-Board anhand der Motor Ströme und Spannungen während des Druckens erkannt. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich, häufig: schwergängige, verklemmte, defekte Linearlager (LMU8) oder fehlende Schmierung, zu hoch eingestellte Riemenspannung belasten die Motoren, Kollision mit dem Bauteil durch warping oder Filament-blobs beim Drucken. Man kann sich dazu den Gurt-Status im Drucker anzeigen lassen, Menu Support->Gurtstatus. Je nach verwendeter Firmware werden dort Zahlen für die x- und y-Achse angezeigt. Bis Firmware 3.8.1 liegen diese Werte typisch bei ca. 270. Bei stärken negativen Abweichungen sollte man einen genaueren Blick auf die Mechanik werfen. Kleinere Werte = mehr Kraft für die Motoren erforderlich. Die Werte vom Gurtstatus werden erst beim Ausführen vom Selbsttest/Belttest aktualisiert.

Viel Erfolg weiterhin.

Grüße, Holger 🙂 

 

Hallo Holger,

danke für Deine super-detailreichen Antworten. Nerdlevel 10 von 10, genau wie ich es am liebsten habe. 🙂

Mit ist leider heute Provider-Ärger dazwischengekommen, daher antworte ich spät. Der mk3s ist aber mittlerweile sehr gut am drucken, machte keinen Fehldruck mehr seit dem Lagerschaden. Als der noch schwebte, gab es Versatze in höheren Druckschichten, der Motor hatte also Schritte verloren.

Davon hatte ich noch nicht berichtet, und der Schaden stand im Zusammenhang mit den Crash Detections. Yup, Du sagst es, der Motortreiber (von Trinamic, meine ich gelesen zu haben) erkennt das an leichtem Stromanstieg bei mech. Widerstand und meldet das digital an den Controller. Bei mir nur leider False Postitives, denn den wahren Grund konnte der Drucker ja nicht erkennen: Im Y-Antrieb war das Lager im Röllchen  rostig und schwergängig. Das war beim Einbau noch unerkannt, da drehte es leicht, aber nach gut zwei Druckstunden war viel krümelnder Abrieb da und es war schwergängig geworden. Die guten Leute von Prusa haben mir gleich Ersatz auf die Reise geschickt.

Das mit dem Gurtstatus werde ich mir anschauen, wenn der Drucker mal eine Pause hat. Das klingt nach einem gutem Mittel zur Defekt-Vorbeugung, was ja immer besser ist als Reaktion auf kaputte Bauteile oder -gruppen.

Die Filamentprobleme sind alle passé. Das Wechseln von PETG auf PLA oder anderes ist ein Traum, alles geht geschmeidig durch die Teflonröhre und Lichtschranke. Wie Du es warst, so bin ich auch immer noch verwundert, was hier so geklemmt haben mag. Ich habe das Stück PETG aufgehoben und werde es bei der ersten Gelegenheit, wenn ich den Extruder mal komplett zerlegt haben werde, danebenlegen und versuchen, da Geschehen zu rekonstruieren, wo das wie stecken blieb.

Am besten finde ich am mk3s noch den Tisch. Dieser Quali-Sprung ist so dermaßen groß, alles klebt perfekt stark drauf fest und geht hinterher dennoch mit einem kleinen Druck rückstandslos ab. Das ist so klasse. Mal sehen, was das pulverbeschichtete Blech noch anderes bringt, bisher bin ich nur mit dem glatten am arbeiten. Und Autolevel ebenfalls. Was für ein Gewinn.

Viele Grüße.

Posted : 27/06/2020 8:48 pm
holger.s3 liked
holger.s3
(@holger-s3)
Honorable Member

@jjay

Hey, hört sich super an^^

 Mal sehen, was das pulverbeschichtete Blech noch anderes bringt, bisher bin ich nur mit dem glatten am arbeiten.

Diese Bleche (sheets) sind klasse, aber im Grunde Verbrauchsmaterial, wie Reifen am Auto sage ich immer. Im Laufe der Zeit lässt auch die Haftung etwas nach, dann ist eine Grundreinigung fällig, am besten mit Wasser, Spülmittel und Schwamm (möglichst kein Acetone bitte). Das ist auch bei ganz neuen PC-Sheets (Powder Coated) oft nötig. Achte bez. Haftung auch immer auf eine gut eingestellte 1. Schicht (Z-Adjust), das automatische Bedleveling hat auch seine Grenzen wenn man es über die ganze Druckfläche betrachtet. Zur Fein-Optimierung gibt es dazu auch hilfreiche Erweiterungen, z. B "Bed Leveling with Springs" oder "Bed Leveling without Springs". Alles kein Hexenwerk, zum Glück ist bei Prusa alles open Source.

Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

Holger 🙂 

 

2x Personal MK3IR-BMG09 (Full) BEAR + MMU2S mod., ......
Posted : 28/06/2020 1:11 am
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