Ölen der Linearführungen (Kugellager ) - im Handbuch "Assembly Instructions" Step 24
 

Ölen der Linearführungen (Kugellager ) - im Handbuch "Assembly Instructions" Step 24  

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djordan
(@djordan)
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Beim Zusammenbau meines I3 MK3 habe ich auf die Verwendung des Öls aus der mitgelieferten Tube verzichtet, da angeblich die Lager bereits gefettet sein sollen.
Bislang gab es auch keine Funktionsprobleme.
Ein Fachmann vermutete, dass es sich beim Öl in der versiegelten Folie mit den Lagern lediglich um Konservierungsöl handelt.

Immerhin hatte ich auch ein Video im Internet entdeckt über die Assemblierung, bei dem alle Lager gründlich entölt und neu gefettet wurden.

Nun bin ich in Sorge, etwas falsch gemacht zu haben.

Ich bitte um eure Hinweise zur ordnungsgemäßen Schmierung.

Posted : 13/04/2021 7:50 pm
Manfred
(@manfred)
Reputable Member
Posted by: @djordan

Beim Zusammenbau meines I3 MK3 habe ich auf die Verwendung des Öls aus der mitgelieferten Tube verzichtet, da angeblich die Lager bereits gefettet sein sollen.
Bislang gab es auch keine Funktionsprobleme.
Ein Fachmann vermutete, dass es sich beim Öl in der versiegelten Folie mit den Lagern lediglich um Konservierungsöl handelt.

Immerhin hatte ich auch ein Video im Internet entdeckt über die Assemblierung, bei dem alle Lager gründlich entölt und neu gefettet wurden.

Nun bin ich in Sorge, etwas falsch gemacht zu haben.

Ich bitte um eure Hinweise zur ordnungsgemäßen Schmierung.

dein befragter Fachmann hat recht. Die Lager sind nur geölt um eine Korrosion zu verhindern. Die Lager gehören vor dem Einbau gereinigt (ca. 1 Std. in z.B. Isopropanol einlegen), trocknen lassen und im Anschluss je Lager mit ca. 2 Wassertropfen großen Fettpatzen abgeschmiert. Hierfür kannst du das mitgelieferte Fett in der Tube verwenden.

Obwohl es einige Fälle gibt, die ihre Lager nicht gefettet haben und auch keine Probleme haben, würde ich es dir jedoch sehr empfehlen.

Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst du ihn selbst - happy Printing :-)...
Posted : 14/04/2021 4:25 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member
Posted by: @djordan

Beim Zusammenbau meines I3 MK3 habe ich auf die Verwendung des Öls aus der mitgelieferten Tube verzichtet, da angeblich die Lager bereits gefettet sein sollen.
Bislang gab es auch keine Funktionsprobleme.
Ein Fachmann vermutete, dass es sich beim Öl in der versiegelten Folie mit den Lagern lediglich um Konservierungsöl handelt.

Immerhin hatte ich auch ein Video im Internet entdeckt über die Assemblierung, bei dem alle Lager gründlich entölt und neu gefettet wurden.

Nun bin ich in Sorge, etwas falsch gemacht zu haben.

Ich bitte um eure Hinweise zur ordnungsgemäßen Schmierung.

Da kann ich Manfred nur 100% beistimmen. Diese Lager (es gibt auch Ferr befüllte Varianten) sind werksseitig lediglich mit einem Korossionsschutz versehen und sollten vor der ersten Verwendung gereinigt und gefettet werden (NLGI1 oder 2 Fett, Marke nicht wichtig). Misumi gibt da auch eine Empfehlung dazu ab:

Misumi Linearlager PDF

Natürlich laufen die Dinger auch mit Rostschutzöl, die Frage ist - wie lange?

Schönen Gruß,

Karl

 

This post was modified 4 weeks ago by karl-herbert
Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 14/04/2021 5:10 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

Diese Lager (es gibt auch Ferr befüllte Varianten)

Kleine Korrektur: Ferr -> Fett. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht 😉 

Schöne Grüße,

Karl

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 14/04/2021 6:02 pm
Manfred
(@manfred)
Reputable Member
Posted by: @karl-herbert

Diese Lager (es gibt auch Fett befüllte Varianten)

würde ich ehrlich gesagt auch erst auswaschen, obwohl ich das nicht empfehlen kann. Bereits gefettete Lager sind schwer sauber zu bekommen. Kann ein Lied davon singen, reinige meine Lager bei 5 Drucker 2x pro Jahr wo diese mindestens 24 Std. in Iso liegen. Am Anfang verklumpt sich das Fett so richtig schön zwischen den Kugeln 😋 Bremsenreiniger spült den restlichen Dreck am Ende jedoch zuverlässig raus.

Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst du ihn selbst - happy Printing :-)...
Posted : 14/04/2021 6:19 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

Ein weiteres Rezept: Wir haben dazumal eine Petroleum Waschanlage in der Firma gehabt. Den Luxus wird sich kaum jemand leisten können (wollen), aber Petroleum oder Waschbenzin wäre eine gute Alternative zum IPA. Ich habe die Linearlager eine Weile in Waschbenzin eingelegt und habe anschl. einigemale eine Rundbürste durchgezogen. Rundbürsten sind jene weichen gut geeignet, mit welchen man z.B. Pistolenläufe reinigt. Wenn man das 2x durchführt, sollten die Lager frei von Rückständen sein.

 

 

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 14/04/2021 6:37 pm
djordan
(@djordan)
Active Member

@manfred

Ich danke allen für die Antworten, die ausnahmslos bestätigen, dass die Lager gereingt und neu gefettet werden sollten.

Dabei hatte ich als allererstes mir per Online von Prusa bestätigen lassen, dass nicht getan werden muss mit den Lagern.

Frage:
Wie kann ich mein Problem jetzt lösen?
Ich kann doch nicht den Drucker zerlegen und alle Linearführungen ausbauen, um diese zu entfetten?
Was schlagt ihr mir vor?

Posted : 14/04/2021 7:43 pm
Manfred
(@manfred)
Reputable Member
Posted by: @djordan

Frage:
Wie kann ich mein Problem jetzt lösen?
Ich kann doch nicht den Drucker zerlegen und alle Linearführungen ausbauen, um diese zu entfetten?

Nochmals, um sicher zu gehen... du hast den Drucker selbst zusammen gebaut oder hat Prusa den Drucker fertig geliefert?

Wenn er fertig zusammen gebaut war hat Prusa die Lager schon gefettet

Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst du ihn selbst - happy Printing :-)...
Posted : 14/04/2021 8:59 pm
djordan
(@djordan)
Active Member

@manfred

Ja, es war ein Bausatz.

Die Linearführungen waren in ein Folie eingeschweißt, in Öl schwimmend.
Vor Einbau hatte ich sie äußerlich ein wenig mit einem Papier-Küchentuch abgetupft.
Des weiteren bin ich sehr vorsichtig vorgegangen, da ja beschrieben war, dass man leicht Kugeln verlieren könnte.

Habe ich eine Chance, die Lager nachzufetten, ohne sie zuvor einzeln in IPA zu baden, was ja Ausbau der Führungsstangen erfordern wird?
Eine Wartung muss doch auch ohne Komplettzerlegung vonstatten gehen?

Posted : 14/04/2021 9:17 pm
Manfred
(@manfred)
Reputable Member

@djordan

wie und ob überhaupt andere ihre Drucker warten kann ich dir nicht sagen 🙂 

Das Öl wird im Laufe der Zeit wahrscheinlich weichen, das Fett wirst du ohne ausbauen der Lager nicht reinbekommen 😏 Eigentlich hätte ich gedacht, dass dies Prusa mal in die Bauanleitungen mit rein nimmt (oder wenigstens einen Zettel beilegt).

Wie gesagt, bei manchen hat es geklappt ohne zu fetten, andere haben sich damit die Lager und Wellen kaputt gemacht und das teilweise in kürzester Zeit.

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Posted : 14/04/2021 9:39 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

@djordan

Ist die zweitbeste Option, aber Du kommst wegen den Dichtlippen von aussen nicht an die Lager ran, somit kannst Du die Wellen einfetten oder regelmäßig nachölen und beobachten wie die Sache läuft. Die Linearlagerproblematik bzgl. Fettung würde einige male an Prusa weitergeleitet - Rostschutzöl ist kein ideales Dauerschmiermittel. Leider hat sich in den Anleitungen nichts geändert. Die sehen das offensichtlich, wie viele zufriedene Anwender auch, das Fetten als nicht notwendig. Bei meinem gebraucht erworbenen Mini waren die Y-Lager bereits nach 2 Wochen defekt, und geschmiert war da nicht viel.

Hier einige Fotos dazu. Lediglich die äussere Mantelfläche habe ich gereinigt:

Hinzu kommt noch, dass die Führungswellen bei den Druckern konstruktionsbedingt unterschiedlich präzise verbaut sind, was sich auch stark auf die Lebensdauer von Lager und Wellen auswirkt.

SKF ist ein bekannter Hersteller von div. Lagersorten und erklärt neben anderen Herstellern recht gut die Schmierung und Wartung von Wälzlagern.

Schöne Grüße,

Karl

 

This post was modified 4 weeks ago by karl-herbert
Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 14/04/2021 10:42 pm
Kai
 Kai
(@kai-2)
Noble Member

@djordan

Wie Manfred schon schreibt solltest Du die Lager fetten.
Das erhöht erheblich die Standzeit der Lager und Führungen.
Dabei solltest Du aber das Fett nicht mit Gewalt in die Lager pressen. Es gibt jede Menge unsinnige "Presswerkzeuge" für Fetttuben in Verbindung mit Linearlagern. Dabei besteht aber die Gefahr das Du die Lager zu sehr sättigst und sich die Kugeln danach nicht mehr bewegen. Dann werden sich Lager und Wellen auch schnell verabschieden.
Ob es nun zwingend notwendig ist den Ölfilm zu entfernen lasse ich mal dahingestellt.
Zu festes Fett, oder verharztes Fett hingegen müssen natürlich raus. Sonst "verkleben" die Lager.

Posted : 14/04/2021 10:47 pm
Kai
 Kai
(@kai-2)
Noble Member

Ach ja, je nach Druckaufkommen solltest Du eine regelmäßige Durchsicht und ab und an eine Wartung mit einplanen.
Bei mir ist das ganz grob ein Mal im Jahr soweit. Ich verdrucke aber auch nur wenige Kilometer Filament im Jahr.

Posted : 14/04/2021 10:50 pm
djordan
(@djordan)
Active Member

Aufgrund meiner Enttäuschung, offenbar was falsch gemacht zu haben, nämlich die unterbliebene Neuschmierung der Linearkugellager, habe ich noch einmal einmal mit einer E-Mail an Keno Beck von Prusa gewandt.

Keno versicherte mir erneut:
"Unsere Lager werden in der Tat mit einem bereits zum Teil schmierenden Öl geliefert. Dieses muss vor Einbau der Lager nicht entfernt werden. Eine zusätzlich Schmierung ist auch beim Einbau nicht notwendig.".
Er entschuldigte sich auch für entstandene Irritationen.

Da bleibt mir wohl nur, dies auch zu glauben.

Natürlich könnte man ja noch mal beim Hersteller der Linearführungen nachfragen, ob es solche Variante auf Kundenwunsch verfügbar sei.

 

 

Posted : 18/04/2021 8:59 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

@djordan

Ich würde mich da an den Herstellerangaben orientieren, welche ja die eigentlichen Profis sind und nicht an Prusa oder sonst einen Vetrieb.

Hatte ich bereits verlinkt: Misumi bearings (Hinweise zur Schmierung und Wartung ganz unten beachten).

This post was modified 4 weeks ago by karl-herbert
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Posted : 18/04/2021 9:59 pm
djordan
(@djordan)
Active Member

Für den Fall, dass ich mich nun entscheide(n muss), alle Linearlager zu deinstallieren:
Gibt es hier irgendwo eine Anleitung zur fachgerechten DEmontage?
Am leichtesten dürfte ja die Y-Achse entfernbar sein.
Die Z-Achse müsste vor der X-Achse entfernt werden.
Die X-Achse war für mich recht schwer zusammenzusetzen, da die Führungsstangen recht stramm saßen.

Über entsprechende Tipps von Anwendern, die so etwas schon einmal vollzogen hatten, würde ich mich sehr freuen.

Weitere Fragen:
Nach welchen Kriterien sollte eine Wartungsschmierung erfolgen?
Nach Zeitabständen würde mir am wenigsten einleuchten, denn:
Sollte ein Wenigbenutzer des Druckers die Druckerlager nach einem halben Jahr erneut schmieren müssen, wenn in der Zwischenzeit der Drucker gar nicht oder wenig benutzt wurde?
Ehe nun die aktive Stundenzahl für das Drucken von Objekten herangezogen wird:
Wie wäre es, die Gebrauchsdauer in verbrauchten Kilogramm Filament zu betrachten? Das sollte zumindest die einfachste Methode sein.

Betrachten wir nun mal die Abnutzung der Linearführungen:

Die Z-Achse wird mit Sicherheit DRAMATISCH viel weniger Weg zurücklegen als die X-Achse und die Y-Achse.
Je Druck eines Objektes wird die Z-Achse doch nur ein einiges Mal regelmäßigen Minischritten nach oben bewegt und oben schließkich angekommen wiederum einmal zurück.
Der Verschleiß der Z-Lager dürfte damit weit unter einem Hundertstel der X- bzw. Y-Lager betragen. 
Oder hab ich etwa was übersehen?

Ich freue mich über weitere Hinweise.

  

 

Posted : 19/04/2021 10:37 am
djordan
(@djordan)
Active Member

@kai-2:

Du schriebst:
> Es gibt jede Menge unsinnige "Presswerkzeuge" für Fetttuben in Verbindung mit Linearlagern. 
Kannst du mir bitte Quellen für die Hinweise zu Presserwerkzeugen für Linearführungen nennen?
Gibt es vllt. gar ein sinnhaftes Werkzeug, welches eine vernünftige Wartungsschmierung ohne Demontage ermöglicht? Vielleiecht gar mit einem selbstgedruckten Werkzeug?

Posted : 19/04/2021 10:55 am
Kai
 Kai
(@kai-2)
Noble Member

@djordan

Nimm es mir bitte nicht übel, aber aus dem erwähnten Grund mache ich das nicht.
Die findest Du aber leicht bei Thingiverse, oder auch hier im Bereich für die Drucke.
Da gab es bereits viele kreative Köpfe.
Für die nachträgliche Schmierung wirst Du immer die Lager ausbauen müssen.
Die Lager sind nach außen hin mehr oder weniger abgedichtet.
Dafür ist der Kunststoffring (meist schwarz oder weiß) auf jeder Seite des Lagers.
Das Schmieren von außen ist also immer ein oberflächliches Schmieren der Führungswellen.
In die Lager bekommst Du damit nur einen Bruchteil des Schmiermittels.

Posted : 19/04/2021 11:43 am
JoeD
 JoeD
(@joed)
Active Member

@djordan

Bei mir war ein 'Presswerkzeug' dabei. Rot und passt auf die mitgelieferte Tube.

Sorry, hatte nicht alles gelesen - nur bei ausgebauten Lagern.

This post was modified 3 weeks ago by JoeD
Gruß JoeD...
Posted : 19/04/2021 5:08 pm
Kai
 Kai
(@kai-2)
Noble Member

@joed

Ich meine Damit nicht eine schlichte Dosierspitze.
Es gibt tatsächlich Konstruktionen die das Lager von beiden Seiten verschließen (schraubbar) damit man mit richtig Druck die Kugelbahnen vollpressen kann. Danach bewegen sich die Kugeln aber kaum noch bis nicht mehr, und man ruiniert sich dadurch die Wellen.
Das ist der Grund warum ich die Links nicht raussuche und hier poste.

Posted : 19/04/2021 8:49 pm
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