Crash durch verbranntes Filament  

  RSS
kingof7eleven
(@kingof7eleven)
New Member

Hallo Leute, ich hab bei meinem neuen MK3S+, der jetzt fast 4 Wochen mind 10h am Tag drucken musste, ein seltsames Problem. Nach ungefähr 2 Std. Druckzeit mit PETG bilden sich solche Stellen (siehe Bilder) an denen dann die Nozzle hängen bleibt und die Crash-Detection auslöst.

Ich drucke mit PETG weiss von eSun mit 235C. Niedriger kann ich nicht gehen, weil ich sonst Warping habe (bei 85€ am Heizbett). Ich vermute auch nicht dass es ein Temperaturproblem ist weil es mit en gleichen Einstellungen ja letzten 4 Wochen problemlos lief. Es sieht auch nicht so aus als ob die Düse äußerlich besonders verklebt wäre und auch die Filamentzufuhr klappt problemlos.

Hätte vielleicht ein Experte nen Tipp für mich wo ich suchen kann? Danke!

 

 

Posted : 12/05/2021 4:51 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member
Posted by: @kingof7eleven

Hallo Leute, ich hab bei meinem neuen MK3S+, der jetzt fast 4 Wochen mind 10h am Tag drucken musste, ein seltsames Problem. Nach ungefähr 2 Std. Druckzeit mit PETG bilden sich solche Stellen (siehe Bilder) an denen dann die Nozzle hängen bleibt und die Crash-Detection auslöst.

Ich drucke mit PETG weiss von eSun mit 235C. Niedriger kann ich nicht gehen, weil ich sonst Warping habe (bei 85€ am Heizbett). Ich vermute auch nicht dass es ein Temperaturproblem ist weil es mit en gleichen Einstellungen ja letzten 4 Wochen problemlos lief. Es sieht auch nicht so aus als ob die Düse äußerlich besonders verklebt wäre und auch die Filamentzufuhr klappt problemlos.

Hätte vielleicht ein Experte nen Tipp für mich wo ich suchen kann? Danke!   

 

 

Hallo und willkommen im Prusaforum!

Ich kann es auf dem Foto nicht genau erkennen, aber möglicherweise leckt die Düse im Bereich des Gewindes. Damit läuft Filament seitlich über die Düse, sammelt sich und setzt sich irgendwann aufs Bauteil ab, was natürlich folglich einen crash verursachen kann. Zuviel Extrusion ist auch ungünstig.

Ich würde mal die Düse auf festen Sitz und gute stirnseitige Abdichtung zur heatbreak überprüfen und auch kontrollieren ob das Hotend frei ist (Stichwort cold pull).

Assembly E3D hotend

Schöne Grüße,

Karl

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 12/05/2021 8:28 pm
kingof7eleven
(@kingof7eleven)
New Member

Danke für die schnelle Antwort. Das Gleiche hatte ich auch vermutet und habe vorhin die Nozzle raus geschraubt, per Drahtbürste gereinigt und geschaut ob man im Gewinde des Heatbreaks irgendwelche Filamentspuren sieht. War nicht der Fall.

Habe sie wieder montiert (hatte leider keine neue da) und 2 x einen  Coldpull mit PLA gemacht. Jetzt mach ich gerade nen Testdruck.

Das mit der Extrusion ist so ne Sache. Wenn ich den Extrusionsfaktor runter setze stimmen die Maße der Druckteile nicht mehr genau (werden kleiner) oder liege ich da falsch?

Könnte es auch sein das ich mehr Retraktion brauche damit weniger Filament aus der Düse laufen- und sich dort außen festsetzen kann? Zumindest kann ich beobachten dass um die Spitze der Nozzle beim Drucken Filament klebt. Allerdings nicht oben am Hotend.

Posted : 12/05/2021 8:42 pm
Clemens M.
(@clemens-m)
Prominent Member

Vermutlich stochere ich an der falschen Ecke - aber ich probier es trotzdem:

Filament von eSun hatte ich noch keines, aber das Druckbild bei PETG hatte ich auch schon mal. Steht der Drucker in einem Gehäuse? Falls ja ==> Türen unbedingt offen lassen. PETG hat eigentlich eine sehr gute Layerhaftung - bei dem linken Teil sieht es aber aus, als wäre das eher nicht der Fall - bringt mich irgendwie zu dem Punkt: Kannst Du manchmal ein Klicken am Extruder hören - also Filamentförderung gelingt nicht komplett problemlos? Wie warm ist es denn da wo Dein Drucker steht - bei der aktuellen Witterung sollte das eigentlich kein Problem darstellen.

Sorry - aktuell mehr Frage, dafür keine Antworten.

lg, Clemens

Posted : 12/05/2021 9:04 pm
kingof7eleven
(@kingof7eleven)
New Member

Der Drucker ist nicht in einem Gehäuse, steht aber in einem kleinen Raum mit anderen zusammen. Ca. 28C max. wenn alle laufen.

Ich habe aber inzwischen eine starke Vermutung woran es liegen kann. Und zwar ist mein Super Pinda nur ganz knapp über den Druckteilen. 1mm oder weniger. Also deutlich geringer als bei den anderen Druckern. Denke er war nicht ganz fest und ist im Laufe der Zeit verutscht vom vielen Drucken. Wenn jetzt etwas Filament absteht, was bei den speziellen Drucklteilen vorkommt, dann bleibt er dort hängen. Das Filament läuft weiter aus, verbrennt und der Drucker geht in den Crashmode. Vielleicht Blödsinn aber bisher die beste Erklärung die ich habe.

Ich setzt ihn morgen nochmal höher und man nochmal nen Test.

Posted : 12/05/2021 9:32 pm
karl-herbert
(@karl-herbert)
Illustrious Member

@kingof7eleven

Zur SPINDA/PINDA/MINDA Justage gibt es ein hilfreiches Tool (MK3 0.8, Mini 1.5mm) -> https://www.prusaprinters.org/prints/57049-lehre-fur-pindaspinda

Ich recht einfach zu drucken und zu bedienen.

Schöne Grüße,

Karl

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen....
Posted : 12/05/2021 11:10 pm
Xtra
 Xtra
(@xtra)
Estimable Member

Also ich hatte derlei Druckbilder auch schonmals. Als ich dann mit den gleichen Einstellungen Filament eines anderen Herstellers verarbeitet habe, war das Problem beseitigt.

Vielleicht besorgst du dir mal ein Materialsample und probierst es mal mit einem anderen Filament?

Selbst die "Premium Hersteller" haben mal eine schlechte Charge am Start. Kommt alles vor.

Per aspera ad Astra...
Posted : 13/05/2021 2:02 pm
Share:

Please Login or Register